genauere Infos - Geschichte
Geschichte der Camerata Musicale
Die Camerata Musicale wurde 1969 von Dr. Uwe Schmelter als Kammerorchester gegründet. Im Laufe der Jahre wuchs die Camerata zu einem großen Sinfonieorchester heran. 1987-2008 lag die Leitung bei Michael (”Cuius”) Küßner. In den Jahren seines Dirigats entwickelte sich die Camerata musicale zu einem homogenen und sehr gern gehörten Klangkörper. Ab dem Wintersemester 2008/09 leitet der junge Dirigent Martin Kirchharz die Camerata.
Die jüngere Geschichte:
Im Sommersemester 2006 haben wir folgendes Programm gespielt: Erwin Schulhoff (1. und 4. Satz aus einer Sinfonie), Arthur Bird (Es-Dur Serenade) und Louise Farrenc (3. Sinfonie). Außerdem begleiteten wir auf den Stummfilmtagen im August 2006 den Stummfilm «L’Assassinat du duc de Guise» mit Musik von Saint-Saëns. Mark Heinold schreibt rückblickend auf die Stummfilmtage 2006:
«Ein weiterer Höhepunkt war die musikalische Begleitung des Films ‘Die Ermordung des Duc de Guise’ durch die Camerata musicale der Bonner Universität. Mit Bläsern, Streichern, Flügel und Harmonium wurde die originale Orchesterpartitur aus dem Jahr 1908 von Komponist Camille Saint-Saëns live aufgeführt. Der Film konstruiert in typisch theaterhaften Tableaus das historisch verbürgte Attentat aus dem Jahr 1588.»
Den ganzen Artikel gibt es hier.
Anfang Oktober 2006 verbrachten wir eine Woche in Paris, wo wir wieder den Stummfilm «L’Assassinat du duc de Guise» aufführten und außerdem nochmal die 3. Sinfonie von Farrenc und Fauré «Pavane».
Den Reisebericht von Lina gibt es hier.
Im Sommersemester 2007 wurde ein recht klassisches Programm erarbeitet und aufgeführt: Mozart: Ouvertüre zum “Schauspieldirektor”, Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll und Schostakowitsch: Cellokonzert Nr. 1.
Die klassische Programmgestaltung wurde im Wintersemester 2007/08 mit Beethovens erstem Klavierkonzert, Mozarts großer g-Moll-Sinfonie und der Ouvertüre für Harmoniemusik von Mendelssohn fortgesetzt. Allerdings wurde mit Blachers Konzertanter Musik für Orchester aus dem Jahre 1937 ein Kontrapunkt der Moderne gesetzt. Das Konzert mit diesem Programm fand am 24.1.08 in der vollbesetzten Aula der Universität statt. Besonders die Interpretation des modernen Werkes fand Zustimmung in der Kritik des Generalanzeigers. Dem Orchester und dem Dirigenten wird bescheinigt, man habe “mit hellwachem und federnden Zugriff” und mit “süffigem Spiel” konzertiert.
Unser Konzert zum Sommersemester 08 war geprägt von einer szenischen Aufführung beider Peer Gynt Suiten. Eine Gruppe Schauspieler stellte Originalszenen aus dem Drama dar. Das Publikum war begeistert, ebenso wie alle Musiker. Die erste Hälfte in diesem Konzert wurde begonnen mit einer Ouvertüre von Mendelssohn, 2 Sätze aus der Sinfonietta für Bläser von Joachim Raff, sowie die Böhmische Suite von Antonin Dvorák.
Mit unserem neuen Dirigenten Martin Kirchharz gingen wir ab Oktober 08 in die Vorbereitung für das Konzert am 29.01.09. Michael Küßner engagiert sich dankenswerter Weise weiterhin für die Camerata indem er einige Stimmproben leitet.
Das Programm im Wintersemester 08/09 kombinierte nach bewährtem Muster wieder Konventionelles mit weniger Bekanntem. So spielten wir die wenig bekannte g-Moll Ouvertüre von Bruckner, das Bläserseptett von Hindemith, eine 2008 geschriebene Komposition vom amerikanischen Komponisten Steven Bryant “Dusk” und die 1. Sinfonie in C-Dur von Ludwig van Beethoven. Nach so kurzer Zeit präsentierten sich das Orchester und der neue Dirigent bereits als eine hervorragend eingespielte Einheit. Das wurde nicht nur vom Publikum durch einen nicht enden wollenden Schlussapplaus honoriert, auch der General-Anzeiger Bonn schrieb von einem “mehr als respektablen Einstand”.
Im Sommersemster 09 hatte die Camerata die große Ehre das 1. Kulutrfestival der Bonner Uni eröffnen zu dürfen.
Wir sind alle sehr gespannt, wie es weiter geht……